Sobald die wichtigsten Daten aufgenommen sind, sollten Sie Fotos und Videos erstellen. Das ist oft der Unterschied zwischen „Aussage gegen Aussage“ und einer klar belegbaren Situation. Dokumentieren Sie dabei systematisch: erst Übersichtsaufnahmen, dann Details. Wichtig ist, dass die Bilder zeigen, wie die Fahrzeuge standen, wie die Umgebung aussah und welche Spuren vorhanden sind.
Beginnen Sie mit Weitwinkel-/Übersichtsbildern aus mehreren Perspektiven: beide Fahrzeuge, Position auf der Straße, Fahrbahnmarkierungen, Verkehrszeichen, Ampeln, Kreuzungssituation. Danach folgen Detailaufnahmen der Schäden (Kratzer, Brüche, Verformungen) sowie Fotos von Spuren wie Bremsspuren, Flüssigkeiten, Trümmerteilen oder Lackabrieb. Auch das Wetter, Lichtverhältnisse und besondere Umstände (z. B. Baustelle, Sichtbehinderung) können relevant sein.
Ein kurzes Video kann zusätzlich helfen, den Gesamtkontext einzufangen: einmal langsam um die Szene herumgehen und dabei ruhig filmen. Achten Sie darauf, dass die Aufnahmen scharf und gut beleuchtet sind und Sie mehrere Blickwinkel haben. Wenn es möglich ist, fotografieren Sie auch Kennzeichen und Fahrzeugdetails (z. B. Modellbezeichnung), ohne dabei riskante Situationen zu erzeugen.